Die „Köter-Rasse“ wird aufgefrischt

Die Zahl von 80 Millionen Deutschen werde bis zum Jahr 2060 auf dann nur noch 60 Millionen schrumpfen. Ob das stimmt, sei dahin gestellt. Ob eine solche Entwicklung für Deutschland nachteilig wäre, ist ebensowenig untersucht. Unter 60 Millionen Menschen wird es vermutlich ebenso viele Wissenschaftler, Ingenieure und Forscher geben, wie unter 80 Millionen. Das ist schließlich eine Frage des Bildungssystems, für das in einem Land von 60 Millionen Menschen mit weniger Arbeitslosen auch viel mehr Geld für die Bildung übrig wäre.

Die Merkel-Regierung arbeitet aber fest daran, die Zahl von 80 Millionen festzuschreiben. Der Innenminister rechnet mit weiteren 12 Millionen Zuwanderern, die – wie kann es anders sein – genau so dem Sozialtopf zur Last fallen werden, wie die bisherigen Wirtschaftsflüchtlinge.

1,7 Billionen werden allein die bisherigen Wohltatennutznießer einschließlich ihres Familiennachzugs in den kommenden Jahren kosten. Nicht einmal jeder zehnte dieser „Schutzsuchenden“ ist für den Arbeitsmarkt vermittelbar (Andrea Nahles).

Regierungsdokument: „Aus bevölkerungswissenschaftlicher Sicht erscheint eine höhere dauerhafte Zuwanderung  möglich.“ (WochenBlick)

Was meint der Begriff: bevölkerungswissenschaftliches Sicht?

Vermutlich ist damit die Sicht der Wirtschaft gemeint. sicher, in der künftigen digitalisierten Arbeitswelt braucht man ein Heer von Arbeitern für einfachste Tätigkeiten. Aber die Frauen und Männer an den Joysticks und Mauspads sollten wenigstens eine gewisse Intelligenz besitzen. Mit den Menschen, von denen Frau Nahles spricht, dürfte die Wirtschaft in diesem Land den Bach runter gehen.

Deutschland schafft sich ab. Es gibt bekanntlich Parteiführer(-innen), die das prima finden. Die sich freuen, wenn in Berlin mehr fremdländische Fahnen als deutsche Fahnen wehen.

Genau diese Vaterlandsverächter sind es, die den sogenannten Rechtspopulismus wachrufen. Bedauerlich, daß zu solchen sogar Teile der politischen Elite dieses Landes gehören.

Unsere Aufmerksamkeit auf die Flüchtlingsthematik wurde in den letzten Monaten sehr einseitig auf Migranten vor allem aus dem Nahen Osten gelenkt. Die größte Herausforderung steht uns aber noch bevor:

Nach seriösen Schätzungen sollen sich (bis zum Jahre 2020) rd. 15 Millionen Afrikaner auf eine „Flucht nach Europa“ vorbereiten. Diese Zahlen darf man getrost höher ansetzen, weil das Bevölkerungswachstum in Afrika explosionsartige Ausmaße angenommen hat; die afrikanische Bevölkerung verdoppelt sich in nur 20 Jahren von einer auf zwei Milliarden Menschen. Die dafür notwendige wirtschaftliche (und soziale) Struktur kann hingegen so schnell nicht mitkommen, wodurch der Druck zum Entfliehen vor den Problemen immer größer werden dürfte. (Conservo)

Die neue Odyssee

Kingsley, Patrick

Europa ist mit der größten Migrationsbewegung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert –
und niemand hat intensiver über diese Krise berichtet als Patrick Kingsley. Der erst 26 Jahre alte Reporter des „Guardian“ hat 2015 drei Kontinente und 17 Länder bereist, Hunderte von Migranten getroffen und mit ihnen die Fluchtrouten durch Wüsten, über Berge und Meere zurückgelegt. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte. Patrick Kingsley legt ein hohes Tempo vor. Er reist mit dem Syrer Hashem al-Souki auf dem Zug, trinkt selbstgebrannten (und verbotenen) Schnaps mit dem libyschen Menschenschmuggler Haji, der einmal Jurastudent war, marschiert mit Fattemah Abu al-Rouse, der schwangeren syrischen Lehrerin, die Angst hat, ihr Kind zu verlieren, durch die Wildnis des Balkans, ist an Bord eines Bootes im Mittelmeer. Er schildert, wie das Multi-Millionen-Dollar-Geschäft mit dem Menschenhandel in Libyen, der Türkei und Ägypten organisiert wird. Er zeigt, wie lokale Kaufleute und korrupte Politiker in Italien vom Elend der Menschen profitieren. Er beschreibt die Fluchtrouten, hinterfragt die Ursachen der Krise und die Gründe für die bedrückende Reaktion so vieler Europäer. „Die neue Odyssee“ ist ein großartiges Buch, das niemand so leicht vergisst, der es gelesen hat.

Faktencheck Flüchtlingskrise

Balcerowiak, Rainer

Innerhalb kurzer Zeit sind Deutschland und die EU mit einer Herkulesaufgabe konfrontiert: Hunderttausende Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten strömen ins Land und führen alle Beteiligten an die Grenze der Belastbarkeit. In der hysterisch geführten Dauer-Auseinandersetzung bleiben die Fakten zunehmend auf der Strecke. Rainer Balcerowiak holt die überhitzte Diskussion auf den Boden der Tatsachen zurück. Wer kommt eigentlich, warum, und wie viele sind bereits da? Wie viele werden bleiben dürfen? Was ist Asyl, was Duldung, was Einwanderung? Wer wird sich konkret um sie kümmern müssen, und wo? „Wir schaffen das!“ – wer ist „wir“? Wer wird einen Beitrag zur Integration leisten müssen, vor Ort gleichermaßen wie als Steuerzahler? Was ist „das“? – Was genau muss mit all den Menschen, die neu im Land sind, geschehen, in welcher Reihenfolge und wann? Wird diese akute Krise wieder vorübergehen oder müssen wir nicht eher Regularien für einen künftigen Dauerzustand erschaffen? Wie viele werden noch kommen? Und: wie kann eine menschenwürdige Regulierung des Zustroms aussehen? Rainer Balcerowiak liefert Fakten, Zahlen und Aufklärung, unparteiisch und sauber recherchiert: eine unverzichtbare Argumentationshilfe für alle, die mitreden wollen.

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