Münchhausens Energiewende

Ob für die Menschheit nach einer wirklich gelungenen Energiewende noch ausreichend Energie zur Verfügung steht und ob die Energie dann auch krisenfrei verteilt werden kann, hängt nach heutiger Sachlage am seidenen Faden.

Der Schwarze Peter dafür liegt bei der Bundesregierung. Was man in Berlin unter Energiewende bisher versteht, hat zu einem Chaos auf den Strommarkt geführt, das jederzeit in ein sogenanntes Blackout führen kann. Berlin formuliert es so:

Der Begriff Energiewende bezeichnet den Umstieg der Energieversorgung von fossilen und Kernbrennstoffen auf erneuerbare Energien. Das Ziel der Energiewende in Deutschland ist es, bis zum Jahr 2050 seine Energie hauptsächlich aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie oder nachwachsenden Rohstoffen zu beziehen. Zweites Standbein der Energiewende ist die Verringerung des Energieverbrauchs durch eine sparsame und effiziente Nutzung der Energie.“

Dagegen kann niemand etwas ernstes einwenden: „Reich, glücklich und gesund strebt ja schließlich jeder Mensch an“. Und doch wird unter dieser Maxime auf dem Energiemarkt ein Chaos aus Regeln und Vorschriften erzeugt, unter denen die Stromversorgung über kurz oder lang zusammenbrechen wird.

Die Entwicklungen sind derartig einschneidend, dass es wirklich alle betrifft. Ich (ein Insider, der es wissen muß) verweise am Anfang nochmals auf den Link, der die Problematik allgemeinverständlich in einer Sendung des Schweizerischen Radio und Fernsehens, SRF, am 2. Januar 2017 detailliert auf den Schirm gebracht hat.

Link zur Sendung mit sämtlichen Videos, Kommentaren und Zeitabläufen.

Bezeichnend ist, dass es bei den Filmsequenzen zur Verhaftung eines Stromhändlers kommt, dessen zu hoher Stromeinkauf, getätigt um Spekulationsgewinne zu erzielen, das europäische Stromnetz in eine Schieflage brachte, so dass es zum Blackout kommt. Es ist also kein Strommangel, sondern die Auswirkungen einer Trennung des Gesamtsystems in einen „Markt“, der sich von allen physikalischen Randbedingungen losgelöst hat, und in ein „Netz“, in dem die Physik die Grenzen der Belastbarkeit aufzeigt. Das führt dann zu einem Multiorganversagen und – wie in der Medizin – ist die Ursache ein gleichzeitig an mehreren Stellen eintretendes Versagen wichtiger, untereinander vielfältig vernetzter Kom­ponenten infolge einer Kettenreaktion, die dann unaufhaltsam das gesamte System betrifft. Im Nachhinein ist nicht mehr feststellbar, ob es absichtlich, versehentlich, aus Unkenntnis oder aus Leichtsinn zu diesem Blackout kam. Derzeit erleben wir bereits eine Vorstufe in:

Frostige Wirklichkeit

Bezeichnend in dieser umfangreichen Betrachtung der momentanen Situation ist, dass sehr viele der berichteten Tatsachen auch auf ein beginnendes Multiorganversagen hindeuten. Mein Eindruck ist: Die Energiewende wird gegenwärtig gegen die Wand gefahren. Dazu finden Sie dieses Mal gleich zu Anfang des Textes einen Kommentar von mir. Wir „wollen“ anscheinend einen Blackout. Ergänzen möchte ich dies deshalb mit einem Link zu einem 172 Seiten umfassenden Monitoringbericht des BMWi. Darin finden Sie Erschreckendes, z. B. das extreme Anwachsen von Netzeingriffen, „Redispatch“ genannt. Die immensen Kosten dieser Eingriffe infolge Ausgleichszahlungen führen zu beachtlichen, weiter steigenden Mehrbelastungen der Stromkunden.

Mehr und mehr gewinnt der Bürger den Eindruck, dass die Politiker sich von der Wirklichkeit entfernt haben. Ein bezeichnendes Bild wirft darauf:

Parteienherrschaft statt Volkssouveränität

In diesem Beitrag wird das Buch von Hans Herbert von Arnim „Die Hebel der Macht und wer sie bedient“ vorgestellt. Längst ist eine Wiederentdeckung der Subsidiarität notwendig. Dann wäre auch der Weg frei für eine bürgerschaftlichen Selbstversorgung mit Energie. Das wäre für so manchen ein echter Anreiz und ein Einstieg in das Mitgestalten der Energiewende, auch zu einem Teilhaben an dem gemeinsamen Voranbringen der Energiewende.

Das ist auch im folgenden Beitrag angesprochen.

Energiethemen gewinnen an Bedeutung

Hierin wird die eigene Stromerzeugung thematisiert und eine Studie zitiert, welche das BMWi in Auftrag gegeben hat. Aber von Rahmenbedingungen, welche dies unterstützen, sind wir „Lichtjahre“ entfernt. Kürzlich wurde eine BMWi-Broschüre verteilt (mit einem Grußwort der neu ernannten Bundesministerien Zypries), welche im Gegensatz zu der „Frostigen Wirklichkeit“ und dem Monitoringbericht alles so schildert, dass man das nur noch als „alternative Fakten“ sehen kann. Das wird besonders hier deutlich:

Alternative Fakten auf Deutsch

Dass ein Staatssekretär so eine die Bevölkerung total verblödende Aussage trifft, ist nahezu nicht mehr zu glauben. Das ist aber Tatsache, genauso wie eine völlige Abkehr von einem physikalischen Gesetz in einer Verordnung der EU-Kommission (unter CACM-Regeln zu finden). Dort steht tatsächlich:

Die einheitliche Day-Ahead- und die Intraday- Marktkopplung gewährleisten, dass der Strom in der Regel aus Niedrigpreisgebieten in Hochpreisgebiete fließt.

Dazu ist „nur“ eine Novellierung eines Kirchhoffschen Gesetzes nötig – siehe hier:

Kirchhoff_EU-weit novelliert

Sollte es den Politikern nicht gelingen, das Kirchhoffsche Gesetz endgültig durch Marktgesetze abzulösen, dann muss die Physik aus der EU ausgewiesen werden. Die Lehrpläne sind sofort zu entschlacken, die ohnehin nicht besonders beliebte, weil schwierige Physik ist zu streichen und durch mehr zur Marktideologie passenden Unterweisungen (z. B. Marktdesign) zu ersetzen. Andere physikalische Gesetze stehen dann sicher auch zur Novellierung an, z. B. das Kausalitätsgesetz. Dann kann endlich alles rückwirkend und passend zur momentanen Ideologie verändert werden.

Nicht verändert wurde der Titel einer in Bonn stattfindenden ETG-Veranstaltung. Er lautet, da die Konferenzsprache in einer deutschen Stadt bei einem deutschen Verein Englisch ist.

Stirb Energiewende

Bemerkenswert ist, dass bereits in 2015 auf diesen Sachverhalt von mir hingewiesen wurde. Ich durfte damals ausnahmsweise meinen Vortrag „Energiewende quer gedacht“ auf Deutsch halten, weil die Teilnehmer dafür votierten. Dieses Ignorieren der Wirklichkeit greift also auch beim VDE um sich. Das trifft auch bei einer VDE-Anwendungsregel zu – siehe hier:

Operative Kaskade

In dieser Regel wird doch tatsächlich auf die Anwendung einheitlicher Formulare für die Abwicklung zeitkritischer Vorgänge gesetzt. Zur Erinnerung: Wir sind im Jahr 2017 und erleben derzeit eine extrem zunehmende weltweite Vernetzung der Maschinen untereinander entlang der Prozessketten. Beim nächsten Automatisierungstreff wird deshalb die „Energie 4.0“ als Konvergenz der vier Netze (Strom, Gas, Verkehr, IKT) vorgestellt. Das Programm finden Sie hier:

VDE_Trendsession_Automatisierungstreff_Zeitplan_2017_03_29-2

Empfehlenswert sind die auf der Website des Automatisierungstreffs anzuwählenden näheren Angaben zu den Referenten einschließlich der Botschaften in ihren Vorträgen.

Momentan gibt es wenig Positives zu berichten. Das ist einer der wenigen Lichtblicke:

Stromspeicher für Netzregelung

Ein Blick über den Tellerrand führt zu einem bemerkenswerten Projekt:

Revolution der Notstromversorgung

Andere Länder, in denen offenbar eine größere Bereitschaft besteht, Neues anzugehen, sind eher Vorbild, als wir hier in Deutschland. Wir sollten uns endlich aus unserer Wohlstandsfalle heraus bewegen!

Wir müssen die Zielerreichung der Energiewende endlich wollen!

Wer nun wissen will, welche Energiewende wir denn endlich wollen sollen, findet nachstehend einige Denkanstöße dazu.

Dass bereits aus zwingenden physikalischen Gründen die Energiewende in der durchgeführten Art und Weise vor dem Scheitern steht (die Parallelen zur Art und Weise der Schaffung eines zweifellos dringend notwendigen geeinten Europas) sind frappierend. Auch hier bleibt faktisch am Ende für den normalen Menschen nur eine faschistische Diktatur und die Zerstörung !aller! bisherigen Werte.

Auf die kommt es aber in der Politik nur am Rande an. Die Gutachten, die die Politik braucht, um eine entsprechende öffentliche Stimmung zu schaffen, lassen sich leicht kaufen und breit veröffentlichen. Es bleibt deshalb nur der Versuch, dem normalen Menschen klar zu machen, dass durch die laufende „Vergewaltigung“ von Netzen und Kraftwerksbetrieb aus schlichten physikalischen Gründen ein in absehbarer Zeit Europa weit drohenderes Blackout sehr wahrscheinlich ist, u.a. mit der Folge, dass Europa dabei u.a. auch nuklear verseucht werden könnte.

Dass es noch sehr viele ganz andere und übergeordnete Punkte gibt, die das offiziell plakatierte Ziel der Energiewende als reine politisch nützliche publikumswirksame Phrasologie erscheinen lassen, soll hier nur ganz kurz (annähernd nicht umfassend) in wenigen Stichworten angedeutet werden:

  • bewußte arglistige und umfassende Täuschung der Menschen, dass ohne eine ganz prinzipielle – schon längst überfällige Änderung der Art des Wirtschaftens und Lebens des Modells „Westen“ – grundsätzlich so weiter gelebt werden könnte wie bisher.
  • der Klimawandel ist ein Fakt. Es ist aus vielerlei zwingenden Gründen, auf die hier nicht eingegangen werden soll, eine gewollte gigantische Volksverblödung aller erster Güte, dass dieser Klimawandel durch die praktizierte Energiewende auch nur im geringsten aufgehalten werden könne.
  • Und selbst wenn wir für einen kurzen Moment diesem Märchen folgen: was nützt die erfolgreiche Bekämpfung des Nagelpilzes, wenn durch das verabreichte Medikament die Leber versagt (Operation erfolgreich, Patient tot, sprich „Volkswirtschaft tot und weitere zusätzliche massivste Überschuldung von Staat und Gesellschaft“).
  • Der Versuch, falsche Kraftwerksleistung durch Computerleistung zu kompensieren, führt schließlich auch in diesem – relativ begrenzten Babylonischen Turmbau (eingebaut in das weitaus größere Babylon-System des „Westlichen Erfolgsmodells“)  am Ende zwingend zum kybernetisch bedingten Systemversagen, durch ein ins unermeßlich komplizierte und gegenseitig abhängiges System, das nicht mehr zuverlässig zu kontrollieren ist und den Keim des sicheren Systemabsturzes in sich selbst eingepflanzt hat. Dazu ist die Verwundbarkeit des Systems durch normale Hacker noch nicht einmal notwendig.
  • Im Rahmen der anstehenden Kriegsführung stehen mit diesem System sozusagen „Freund“ und „Feind“ die Tore sperrangelweit offen, um für das System vom bequemen Sessel im geschützten Raum aus den absoluten Crash einzuleiten.   

Vermutlich wurde uns unter der headline „Energiewende“ nichts als ein auf weiterer Verschuldung basierendes riesiges Investitionsprogramm verkauft, das einige zu Milliardären gemacht und sehr vielen Menschen bereits in dieser frühen Phase sozialen Abstieg und Verarmung gebracht hat. Höhere Stromkosten bedeuten nicht nur eine persönlich höher Belastung durch die Stromrechnung, sondern fliessen auch in höhere Kosten anderer Produkte sowie Steuern und Gebühren ein und deindustrialisieren langsam aber todsicher unser Land.

Richtig ist, daß damit  ein zig,zig-Millarden schweres Ivestitionsprogramm gestartet wurde, das als positiven Nebeneffekt vor allem den Finanzmarkt und die entsprechende Branche nochmals deutlich angekurbelt hat und dabei auch bei einigen Arbeitnehmern zumindest vorübergehend positive Effekte tätigte.

Die Rechnung dafür wird uns schon bald sehr „unfreundlich“ vorgelegt werden. Einige wenige versuchen durch weitere die Gesellschaft zerstörerische Akte auf Kosten der normalen Menschen ihren Kopf davor zu retten.

Deutschland befindet sich seit ein paar Jahrzehnten in der Abwicklung.

Das hat BK Helmut Schmidt vor ein paar Jahren um Mitternacht bei Phönix öffentlich klar ausgedrückt, nachdem sein enger „Freund“ Henry K… bei ihm in Hamburg war : „Die „Deutschen“ sind in der prekärsten und gefährlichsten Situation, in der ein Volk auf dieser Erde überhaupt sein kann. Und das Aberwitzige daran: sie haben keine Ahnung davon. Im Gegenteil: sie meinen sie könnten die ganze Welt belehren, welcher Irrtum!“

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