Selbst Strom erzeugen

Nicht erst seit der Atomkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima denken Menschen darüber nach, sich selbst mit Energie zu versorgen. Hauseigentümer haben es in Fragen der alternativen Energie natürlich einfach. Da werden Solarzellen aufs Dach montiert oder der Garten wird um eine Anlage zur Nutzung der Windkraft bereichert. Menschen, die zur Miete wohnen, konnten dabei nur wehmütig zusehen und mussten weiterhin den Strom von diversen Anbietern nutzen. Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern. Der Ausstieg aus der Atomenergie ist sicherlich nicht einfach, aber für den Einzelnen durchaus machbar. Bereits jetzt gibt es diverse Alternativen zur Atomenergie, wie dieser Beitrag zeigt.

Mit 6 Alternativen unabhängig machen von Stromanbietern:

1. Mikro-BHKW

Zuhause das eigene Kraftwerk? Keine Sorge: Mini-Blockheizkraftwerke arbeiten mit Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugen Strom und Wärme in Kombination. Das Herzstück, ein kompakter Motor von überschaubarer Größe, wird inzwischen schon serienmäßig gefertigt und ist flexibel einsetzbar. Wer genau wissen will, wie ein solches System funktioniert, welche ökologischen, praktischen und auch wirtschaftlichen Vorteile es bietet, der findet Antworten in diesem Buch. Die Autoren, drei erfahrene Ingenieure, beschreiben fachkundig und nachvollziehbar Technik, rechtliche Grundlagen und wirtschaftliche Aspekte von Mini-BHKW, und erläutern alle Schritte von der Planung einer derartigen Heizanlage bis zum Betrieb. Abgerundet wird die Darstellung durch Praxisbeispiele aus dem Wohn- und Gewerbebereich. Die fünfte Auflage wurde gründlich aktualisiert und vor allem im Kapitel Rechtliche Grundlagen ergänzt und erweitert. Neueste Gesetze und Fördermaßnahmen wurden eingearbeitet. In bewährter Weise ist der handliche Band mit zahlreichen Abbildungen und Grafiken ausgestattet – ab dieser Auflage durchgehend farbig, was Übersicht und Verständlichkeit zusätzlich unterstützt. Ingenieure, Planer und Architekten, Bauherren und Hausbesitzer, Gebäudeverwalter und -techniker finden hier alles Wichtige rund um das Mini-Blockheizkraftwerk verständlich und praxisgerecht zusammengefasst.

2. Der BreezeBraker – Kleinwindanlage für den eigenen Garten

Eigentlich wollte Fritz Unger fliegen lernen. Schon in seiner Kindheit beschäftigte sich der mittlerweile 19-jährige Gymnasiast deshalb mit Flugzeugtechnik und bastelte aus Pappe, Styropor oder Müllsäcken mehr oder weniger gut funktionierende Flugapparate. Doch meist kommt es anders als man denkt und so wurde Fritz Unger nicht Pilot oder Flugzeugkonstrukteur, sondern nach vielen Experimenten, Vogelbeobachtungen und einer Segelflugausbildung entstand aus dem Traum zu fliegen eine höchst interessante und effektive Windkraftanlage namens BreezeBreaker.

Im Buch eine detaillierte Übersicht zur Technik und Anwendung von Kleinwindkraftanlagen.

Im Detail handelt es sich dabei um eine Turbine mit zwei – statt der sonst üblichen drei – speziell geformten Rotorblättern. Durch einen zweiten Flügel, der über dem Hauptprofil platziert wird, liegt die Luftströmung länger an der Haupttragfläche an, der Auftrieb wird maximiert und dadurch eine bis zu vierfache Leistung der bisherigen Turbinen-Marktführer erreicht. Außerdem ist die Mikro-Windkraftanlage mit gerade einmal 12,9 Kilogramm ein Leichtgewicht und äußerst geräuscharm. Und natürlich ist der von BreezeBreaker erzeugte Strom emissionsfrei und dadurch umwelt- und klimafreundlich.

3. Das Haus der Zukunft – Lumenhaus

Sicherlich ist ein Null Energiehaus der Traum eines jeden Hausbesitzers. Das Lumenhaus kann den Titel Null-Energiehaus getrost führen. Der Preis für ein solches Haus steht derzeit wohl kaum im Verhältnis zu den Energieeinsparungen, die damit getätigt werden können. Jedoch sind in diesem Haus viele Beispiele zu finden, die es Hausbesitzern ermöglichen sich unabhängig von den Stromanbietern zu machen. (video)

4. Suncube Design – optimierte Solar-Energiegewinnung

Als günstige Möglichkeit zu Hause Solarenergie zu erzeugen wurde der Solarcube vorgestellt. Dieses Ziel wird durch besonderes Design und ausgeklügelte Technik erreicht. Die Solar Würfel folgen der Sonne und bieten damit optimale Voraussetzungen für das Erzeugen eigener Energie durch Sonnenkraft.

SunCubes ist ein Frühstadium der Erneuerbaren Energie-Entwicklung Firma mit Sitz in Victoria, BC. Wir konzentrieren uns auf den Aufbau und die Einführung fortschrittlicher Energiespeicher- und Solarstromerzeugungssysteme. Wir haben eine einfach zu installierende komplette Solarenergie-Lösung geschaffen, die traditionelle Solarenergieanlagen mit einer modernen Energiespeicherbatterie kombiniert, um ein revolutionäres Produkt für Häuser, Freizeitfahrzeuge und alles dazwischen zu liefern.

Solarkocher bieten auch bei uns an 100 bis 150 Tagen im Jahr die Möglichkeit, umweltfreundlich zu kochen und zu backen. Die Speisen schmecken besser, weil sie langsamer und schonender gegart werden, sie sind deshalb auch nährstoff- und vitaminreicher als konventionell gekochtes Essen. Das Kochen im Garten oder unterwegs macht aber nicht nur Spaß und ist ein besonderer sinnlicher Genuss, sondern zeigt auch, wie jede/r mit einer verblüffend einfachen Technik die Kraft der Sonne nutzen kann.

5. Greenerator – auf dem eigenen Balkon Energie erzeugen

Leider erst noch in der Erprobungsphase. Technisch interessant, aber nicht ausgereift.

Alternative Energiegewinnung ist auf dem Vormarsch, keine Frage. Auf immer mehr Dächern sehen wir Solar-Anlagen, und Windkraftanlagen sind mittlerweile auch ein alltägliches Bild geworden. Eines haben diese Ansätze jedoch gemeinsam: sie brauchen Platz. Somit sind Bewohner einer Mietwohnung in der Regel außen vor. Der Designer Jonathan Globerson hat sich hierzu Gedanken gemacht und eine Lösung entwickelt: der Greenerator.

6. Künstliche Blätter – Energie aus Sonne und Wasser

Forscher arbeiten schon seit geraumer Zeit daran, „künstliche Blätter“ zu entwickeln.

Diese sollen Mittels Photosynthese grüne Energie erzeugen. Nun scheint ist es den Forschern gelungen, einen Durchbruch bei dieser Entwicklung zu erzielen.

Dan Nocera vom MIT ist sich sicher: „Der Wandel passiert!“ Er hat ein neues Verfahren entwickelt, das mit Hilfe künstlicher Photosynthese aus etwa neun Litern Wasser genug Energie für den täglichen Bedarf eines Einfamilienhauses erzeugen soll. Dazu braucht es nur Sonnenlicht, CO2, Wasser und einen Katalysator. Abgase oder Abfälle: Keine. Noch nicht mal sauberes Wasser braucht man dafür- für das Verfahren kann problemlos auch Abwasser oder Salzwasser verwendet werden.

Es klingt fast zu schön und das ging selbst den Forschern so. „An dem Tag, als wir die Entdeckung machten, konnten wir es erst nicht glauben – es war zu gut, um wahr zu sein“, erinnert sich Dan Nocera. Aber es war eben doch wahr. Mit Hilfe eines Katalysators konnten die Forscher Wasser allein durch Sonnenlicht in Wasserstoff und Sauerstoff spalten – und damit quasi Sonnenlicht direkt in einen Treibstoff umwandeln. „Was wir damit geschafft haben, ist die Sonne 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche verfügbar zu machen“, erklärt der Chemiker vom renommierten Massachusetts Institute of Technology.

Siehe aber auch das Contra:

Geopferte Landschaften

Georg Etscheit (Hrsg.)

Produzieren wir statt Ökoenergie die nachhaltigste Naturzerstörung?

»Energiewende« – ein Begriff, der blühende Landschaften und »grüne« Energie für jeden verheißt. Doch die Realität sieht anders aus: Ganze Landstriche, darunter Landschafts- und Naturschutzgebiete sowie Weltkulturerbestätten, werden mit Windkraftanlagen vollgestellt. Entgegen aller Beteuerungen werden Vögel und Fledermäuse massenhaft von den Rotoren erschlagen, ihre Brutstätten zerstört, wertvoller Erholungsraum geht verloren. Und das ist nur der Anfang. Denn um bis zum Jahr 2050 unseren Strombedarf allein durch erneuerbare Energien zu decken, bräuchte es deutschlandweit alle zwei Kilometer ein Windrad sowie Solarparks mit einer Gesamtfläche von etwa der doppelten Größe Berlins. Dabei macht Strom nur 20 Prozent unseres Energieverbrauchs aus! Es gäbe einfachere Mittel, eine echte Energiewende zu verwirklichen: Allein die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs im Verkehr um 12 Prozent könnte alle derzeit aktiven Windräder überflüssig machen.

In dieser ersten kritischen Bestandsaufnahme legen Biologen, Physiker, Ökonomen, Landschaftsarchitekten und Umweltschützer dar, warum der Begriff »Energiewende« ein Etikettenschwindel ist, und widerlegen die Behauptungen von Politik, Energieunternehmen und Umweltverbänden, all die Verwüstungen dienten dem Umweltschutz.

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